allgemein
Heute Abend angekommen in Promontogno, gleich ein paar Franken beim Pokern verloren, aber nicht weiter schlimm. Mal schauen, was diese Woche Arbeit in Abgeschiedenheit mit sich bringen wird.
Nach längerer Enthaltsamkeit kam bei mir die Idee auf, wieder einmal ein
Pen&Paper-Rollenspiel zu starten. Die Grundidee wäre ein Spiel mit Startjahr um 1440 rum, basierend auf
GURPS. Jetzt muss ich nur noch Mitspieler finden :).
Mag sich noch jemand an meinen
Beitrag vor 3 Wochen erinnern? Seit einer Woche sieht mein Arbeitsplatz leicht anderst aus:

Vier wunderbare und höchst erholsame Tage in Wien hab ich gerade hinter mir, da ziehen auch schon wieder Wolken auf am Horizont. Neues wurde mir heute klar. Und es lässt mich an der Menschheit weiter zweifeln. Und zwar, dass selbst "intelligente" Menschen nichts anderes als blöckende Schafe sind. Das einzige Gesprächsthema tagein tagaus hier: das neue, supertolle Telephon vom Herrn, der sich selbst für Gott hält (ich möchte, dass ich weder wegen des einen oder noch wegen des anderen Begriffes Hits kriege). Ob es nun gut ist oder nicht, darüber lässt sich streiten, aber es ist vor allem eine gewaltige Abzocke. Und dadurch, dass viele mitmachen, sind wiederum alle betroffen. Warum spielt der Markt bei den Mobiltelephonieanbietern in der Schweiz nicht, trotz mehrerer Marktteilnehmer? Naja, 2 werfen völlig überteuert ein nutzloses Tool auf den Markt. Die Masse stürzt sich drauf. Was macht der Rest der Anbieter? Der kriegt die verbleibenden "Vernünftigen" ab, aber es reicht ja, diese zu kriegen, wenn man billiger ist als die ersten beiden. Und das wiederum bedarf nicht viel, die Preise bleiben hoch, die Margen ebenfalls... Und wieder einmal sind die Vernünftigen die Dummen.
Quo vadis, humanitas?
Da sich meine BAMF nach Hamburg verdrückt hat, blieb auch ich nicht in der Schweiz. Momentaner Aufenthaltsort: Wien.
Es ist so weit, ich bin wieder Strohwitwer. Meine BAMF (Beste aller möglichen Freundinnen) hat sich in die Ferien verdrückt. Jedoch nicht ganz stressfrei. Um zwölf Uhr ging ihr Zug in Zürich. Und schon früh morgens erklärte sie mir, dass sie eine Frau sei und deshalb minimum 90 Minuten brauchen würde um zu packen. Und dann packte sie ihr Billet ein. Das heisst, sie schaute es sich nochmals an. Und stellte fest, dass ihr Rückreisezug um 12 Uhr fahren würde, sie die Hinreise hingegen bereits um 10 antreten muss. 90 Minuten minus zwei Stunden ergibt genau... zumindest weniger Zeit als geplant. Mir blieb nichts anderes, als mich notfallmässig zu bekleiden, damit zumindest meine Kleider nicht in ihrer Tasche landeten. Denn der Rest des Zimmers schien vereint, unsortiert und innerhalb einer Minute seinen Weg in ebendiese Tasche zu finden. Aber lange Rede kurzer Sinn, der Zug wurde erwischt und sie sitzt auf dem Weg nach Hamburg. Ach ja, kleine Anektote noch. Um während der Fahrt nach Zürich ihren Puls wieder unter 200 min-1 zu senken, schenkt ich ihr den einen oder anderen Kuss. Worauf eine mittelalterliche Frau im Abteil vis-à-vis bemerkte: "Hender kas Bett dihei".
Am Dienstag war's soweit, meine Bessere Hälfte hatte ihre Diplomfeier. Und nicht nur das, sie wurde auch zur besten ihres Jahrgangs gekürt. Genug Grund also um sich zu freuen und zu feiern. Doch muss man ehrlich sein und halt auch zugeben, dass man ein wenig eifersüchtig ist. Einerseits ist sie bereits fertig (etwas, das bei mir nicht absehbar ist) und andrerseits ist sie die beste (was ich nie war und nie sein werde). Tja... aber was soll's, freu ich mich für sie :)
Auch ich kann sicher noch einiges lernen:
Project Xanadu, reloaded oder wie ich es nennen würde, "the art of hypertext".
Am Freitag war ein Photograph am Institut. Er macht eine Serie von Bildern über die Uni, jeweils Portrait und Arbeitsplatz. Dann wollte er noch einen Theoretiker aus unserer Gruppe. Leider bin ich der einzige. Darum wird er diese Woche mal für die Aufnahmen vorbeikommen. Was soll ich anziehen? Wie soll ich meine Haare tragen? Und vor allem, sollt ich meinen Arbeitsplatz noch aufräumen?

Gestern gesehen: Frau am Steuer, Handy am Ohr, Hand am Schaltknüppel, Kopf um 90° abgewinkelt, bei Fahrt um die Kurve Abkürzung übers Trottoir genommen (5 Min später Auto nochmals gesehen, im Halteverbot stehend)