Am Dienstag war's soweit, meine Bessere Hälfte hatte ihre Diplomfeier. Und nicht nur das, sie wurde auch zur besten ihres Jahrgangs gekürt. Genug Grund also um sich zu freuen und zu feiern. Doch muss man ehrlich sein und halt auch zugeben, dass man ein wenig eifersüchtig ist. Einerseits ist sie bereits fertig (etwas, das bei mir nicht absehbar ist) und andrerseits ist sie die beste (was ich nie war und nie sein werde). Tja... aber was soll's, freu ich mich für sie :)
Auch ich kann sicher noch einiges lernen:
Project Xanadu, reloaded oder wie ich es nennen würde, "the art of hypertext".
Das Rätsel hab ich vor ca. 5 Jahren für eine Person erfunden, welche das Rätsel nie gelöst hat (gell Rahja ;) ). Vielleicht kann jemand von Euch die Lösung finden:
Vor einigen Jahren tauchte ein bis dato unbekannter Brief in den Hinterlassenschaften des uns allen bekannten Adam Smith auf. Es war dies ein Brief des englischen Königs George II an den Dekan der Universität von Glasgow. Entweder wurde der Brief auf seinem Weg von Smith abgefangen oder der Dekan hat ihn ignoriert und Smith gegeben. Wie dem auch sei, wir wollen gar nicht denken, was passiert wäre, falls dem Brief folge geleistet worden wäre. Hier eine ungefähre deutsche Uebersetzung:
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studierter dekan
seine majestät, der könig von grossbritanien, hat erfahren, dass ihr in den stand der professoren neue männer erhoben habt. studierte und weitgereiste männer ohne zweifel, und durchaus dem könig und vaterland verpflichtete. doch befindet sich unter ihnen einer, der auf dem falschen stuhl platz genommen hat. adam smith, ein weiser mann, trotz junger jahre. doch habt ihr ihn, gewiss in einem anfall von geistiger umnachtung, vom logiker zum professoren der moral-philosophie gemacht. einem mann, mit solch verwerflicher vorstellung, dass es keine moral gäbe, sondern alles nur sympathie sei. solche gedanken sind gefährlich für studenten und volk. logiker soll er bleiben, denn logik ist ruhig, davon wird das volk nicht wach. deshalb wünscht er, dass man diesem mann sein amt entzieht und dafür besorgt sei, auch sonst nie wieder etwas von ihm zu hören.
London, 10.September 1752
gezeichnet
seine majestät, der könig von grossbritanien und irland
George II
Siegel
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Der Brief wurde nach seiner Entdeckung eingehendst geprüft, auf Echtheit des Papiers, des Siegels, der Tinte etc., Wortgebrauch und Grammatiken der damaligen
Zeit verglichen. Das Resultat: einwandfrei
Man wollte damit gerade an die Presse gehen, als ein
Student der Informatik Einsprache erhob und den Brief
zweifelsfrei als Fälschung indentifizierten konnte.
Woran scheiterte die Fälschung?
Am Freitag war ein Photograph am Institut. Er macht eine Serie von Bildern über die Uni, jeweils Portrait und Arbeitsplatz. Dann wollte er noch einen Theoretiker aus unserer Gruppe. Leider bin ich der einzige. Darum wird er diese Woche mal für die Aufnahmen vorbeikommen. Was soll ich anziehen? Wie soll ich meine Haare tragen? Und vor allem, sollt ich meinen Arbeitsplatz noch aufräumen?

Eigentlich sollte es eine Antwort zu "Pädohysterie und sexuelle Belästigung" werden, doch es wurde ein neuer Beitrag:
Ein Justizsystem kann 2 Ziele verfolgen: das eine wäre Rache, das zweite die Anzahl Verbrechen zu minimieren. Während das japanische Recht und zu Teilen auch das angelsächsische Recht den Fokus auf ersteres legen, so liegt beim römischen, in dessen Tradition der europäische Kontinent steht, ganz klar bei zweiterem.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein unschuldig vom Staat eingekerkerter ebenfalls Opfer eines "Verbrechens" ist. Deshalb gilt der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo", da man durch einsperren eines Straftäters kaum weitere Verbrechen verhindern kann, mit dem Wegsperren eines Unschuldigen jedoch sicher eines begeht. Und diese Einstellung wird von mir ganz klar unterstützt.
Wie kann ein Opfer dies beweisen: Sollte physische Gewalt mit im Spiel gewesen sein, so kann das, sofern sich das Opfer in nützlicher Zeit meldet (und nicht erst 2 Jahre später), ein Arzt dies ohne Probleme feststellen. Im Fall rein psychisch-verbaler Gewalt bleibt nichts anderes als unabhängige Augenzeugen und falls wiederholt, halt auch mal eine Audioaufnahme machen. Aber ich gebe zu, der Beweis ist unter umständen nicht einfach.
Aber hier möchte ich mich in aller deutlichkeit dagegen wehren, dass Männer deswegen unter generalverdacht gestellt werden. Dies ist etwa gleich absurd, wie anzunehmen, dass jeder mit Führerausweis potentiell betrunken und mit 150 Sachen durchs Wohnquartier fährt. Und das alleine eine Anschuldigung reicht, um ihn dafür hinter Gitter zu bringen.
Ein interessanter Fall war vor zwei Jahren, ging damals unter, wegen des Geschreis um die "Vergewaltigung" in Seebach: da stand ein Mann vor Gericht, wegen angeblicher Vergewaltigung und Freiheitsberaubung einer Frau. Der Mann hatte Glück und konnte seine Unschuld, wenn auch mühsam und mit Hilfe vieler Augenzeugen, beweisen. Das Interessante daran ist, dass dieselbe Frau knapp 2 Jahre davor ebenfalls einen Mann der Vergewaltigung angezeigt hatte und schon damals der Angeschuldigte, damals ohne Probleme, seine Unschuld beweisen konnte. Die Folgen für die Frau nach diesen beiden Falschanzeigen: die musste die Gerichtskosten tragen und bekam vom Richter den Rat, vielleicht mal einen Psychologen aufzusuchen.
Und wenn Frauen um ihre Intergität besorgt sind, sollten sie sich nicht von Männern fernhalten, sondern von ihren Verwandten (und vom Verkehr), denn noch immer finden die meisten Vergewaltigungen innerhalb der Familie statt.
Gestern gesehen: Frau am Steuer, Handy am Ohr, Hand am Schaltknüppel, Kopf um 90° abgewinkelt, bei Fahrt um die Kurve Abkürzung übers Trottoir genommen (5 Min später Auto nochmals gesehen, im Halteverbot stehend)