Moderne Kunst treibt manchmal sonderliche Blüten, vor allem auch auf der Bühne. Irgendwann hatte sich das Publikum an Blut und Mord gewöhnt, irgendwann auch an die Nackten. Neues musste her. Man begann mit Publikumsbeschimpfungen, improvisiertes Theater mit Interventionsmöglichkeiten des Publikums wurden eingeführt (nicht wirklich was neues, aber etwas in Vergessenheit geratenes). Als auch dies nicht mehr genügte, ging man soweit, das Publikum gar ins Stück miteinzubeziehen, Theater beim Publikum zu hause aufzuführen. Big Brother wäre dann die Verschmelzung des ganzen...
Aber eben, wie schon gesagt, das gibts schon alles... die Kunst muss einen Schritt weiter gehen, weshalb ich nun offiziell ins Kunstgewerbe eintrete und diesen Schritt mache!
Mein Beitrag zur Kunst: improvisiertes Theater ohne Bühne und vor allem ohne Publikum. Keiner darf zuschauen, keiner darf auch nur indirekt etwas vom ganzen erfahren. Nur auf der Metaebene darf darüber gesprochen, philosophiert und interpretiert werden.
Wobei kein Publikum nicht heissen muss kein Einnahmen. Jedermann und -frau soll sich frei fühlen, dies finanziell zu unterstützen, egal ob Interesse vorhanden ist oder nicht. Auch darf die Presse natürlich jederzeit um Interviews bitten, vielleicht werd ich hie und da diesem Bedürfnis der Oeffentlichkeit auch nachkommen.
Und falls wider Erwarten dies nicht zu einer neuen Strömung der Kunst führen sollte, so sei ich zitiert mit "qualis artifex pereo". (Ich weiss, Zitate klauen soll man nicht, aber er ist schon zu lange tot, als dass er noch die Rechte daran hätte ;) )
...vires tamen est laudanda voluntas" wusste schon Ovid; auch wenn die Kräfte fehlen, so ist doch der Wille zu loben. Klar, bin ich seiner Meinung, ein guter Wille ist zu würdigen. Doch wo Wille ohne Verstand wütet, sieht es meist schlecht aus; denn die meiste Zerstörung dieser Erde wurde nicht durch Boshaftigkeit oder Destruktivismus hervorgebracht, sondern in guter Absicht.
Hitler wollte den Deutschen mehr Land zur Verfügung stellen, Stalin ein besseres politisches System in der Welt verbreiten, Mao dem chinesischen Volk ein besseres Leben ermöglichen, islamistische Terroristen Gott den Menschen näher bringen, ...
Es gäbe noch viele solche Beispiele, doch bei allen mangelt es an einem: HIRN. Es ist auch im alltag so, oftmals passiert "Böses" in guter Absicht, einfach weil nicht genug weit gedacht wurde. Darum wäre meine Bitte nicht "Herr, mach bessere Menschen aus ihnen", sondern "Herr gib ihnen Hirn, sonst wissen sie bis an ihr Lebensende nicht, was sie tun".
P.S.: auch die abgeänderte Version dieses Zitates, "ut
desint virgines tamen est laudanda voluptas", bringt nichts. Voluptas ist zwar schön und gut, nur alleine bringt sie nichts ;)
Man wird älter, man lernt dazu, aber vor allem lernt man zu verbessern. Der ursprüngliche Titel meines Blogs war einem mir sehr liebgewonnenen Buch entlehnt, jedoch musste ich einsehen, dass er nicht umschreibt, was ich fühle und denke (sorry, Douglas). Nach langer Suche meiner selbst bin ich zur Einsicht gelangt, was ich hier wirklich will: ablegen. Jedoch nicht in ein Archiv, welches einmal abgelegtes unzugänglich macht und einen Weg zurück in die Erinnerung verunmöglich, sondern etwas zugängliches, aber trotzdem weit genug weg, dass man im Alltag nicht darüber stolpern muss. Ein Keller. Und deshalb, und auch als kleine Hommage an meine Lieblingsserie, eröffne ich hiermit
The Basement
Es gibt Bands, die versteh ich nicht. Meistens, weil ich sie nicht mag und deshalb ignoriere. Aber da sind auch noch die guten Bands, deren Texte und Melodien erst noch dechiffriert werden wollen. Oftmals ists gar nicht so schwierig, aber es fehlt meist ganz einfach an der Zeit und Muse.
Eine solche Band ist Queen. Ich mag ihre Musik, man merkt, die haben zuerstversucht Sound zu erzeugt und sind dann in die Schlagzeilen geraten, nicht wie der grösste Teil der heutigen Hitparadebands, welche nachdem sie in die Schlagzeilen kommen erstmals versuchen Musik zu machen.
Item, die meisten ihrer Lieder drehen sich um Gefühle, Zwei- oder Mehrsamkeit und solche Themen. Manch einer mag jetzt sagen, dass liege an der sexuellen Ausrichtung Freddies'. Doch sind wir ehrlich, es gibt unter guten Musikern und sonstigen Künstlern nicht mehr Homosexulle als in der Buchhaltung von Nestle. Nur, Künstler fallen mehr auf, werden darauf angesprochen und stehen dann halt dazu oder nicht. Und sind sie schon mal in die Buchhaltung gegangen und haben das unbekannte Gegenüber im zweiten Satz gefragt, ob er schwul sei? Eben, der durchschnittliche Schwule ist so phantasievoll und offen wie Hinz und Kunz.
Item, ich hab mich schon wieder verloren. Jedenfalls, die meisten ihrer Lieder sind mir ein Mysterium, da ich mich nie darum gekümmert habe. Nur letzthin hab ich mir ihre Hymne auf die Freundschaft, "Friends will be friends", reingezogen. Ein nettes Lied, sehr schöne Worte, nur beim genaueren hinhören viel mir folgende Zeile auf:
When you're in need of love they give you care and attention
Wenn ich Liebe brauche, krieg ich Fürsoge und Aufmerksamkeit? Ist ja, wie wenn ich am verdursten bin und man bringt mir einen Farbfernseher und 'ne Stereoanlage, lenkt mich zwar vom Verdursten ab, aber verdursten werd ich trotzdem. Cool.
Dann hab ich meine Denkleistung etwas erhöht... Freunde, Liebe, Beziehungen, Stress... und ja, Freddie hat recht, wenns an Liebe mangelt sind Freunde zwar eine nette Ablenkung und Gesten sind gut gemeint, nur, sie bringen nichts...
Es gibt Situationen im Leben, da ist Freundschaft für den Arsch!
Nur, ob Freddie wirklich diesen Teil der Freundschaft besingen wollte? Ich zweifle.
Frauen sind unergründlich, vorallem deren Hirn. Wie schon erwähnt, ich wohnen mit zweien dieser Gattung zusammen. Und eigentlich bin ich der meinung, dass sie zur intelligenteren Hälfte derer gehören. Doch was heute wieder abgieng...
Alles war mehr oder weniger ruhig, die üblichen Seitenhiebe gegen Physiker sowie das männliche Geschlecht halt und meine Gegenattacken. Dann, ein SMS, und ein riesen Gekreische geht los. Keine Ahnung weshalb. Dann wird das SMS der kollegin gezeigt und auch diese beginnt vor Freude zu quietschen. Auf meine Nachfrage, was los sei, nur ein mädchenhaftes Gekicher und das Gekreische geht weiter. Früher wusste man nicht, weshalb Mädchen kichern und man war verlegen, denn lernte man verstehen, warum sie kichern. Und dann muss man doch wieder einsehen, dass man nichts begriffen hat. Nur, man wird nicht mehr verlegen, man kann nur noch mit den Schultern zucken. Jedenfalls ging es dann den ganzen Abend weiter mit Gekicher und gegenseitigen Andeutungen wie: "Du hast viel mehr Grund, schlecht zu schlafen als ich." und viele andere... soll einer verstehen.
Aber damit mach ich ja schon wieder Fehler no. eins im Umgang mit Frauen. Ueberleg Dir nie, was sie denken oder wollen!
denn sie führen meist/immer zu Enttäuschungen, im Normalfall einer selbst, doch manchmal auch anderer. Denn eigentlich wollte ich häufiger schreiben, daraus ist nichts geworden. Vielleicht weil auch weiterhin zuwenig passiert ist? Sogar "meine" Transe hat mich verlassen. Immer wenn ich im Nachtbus von Luzern her heimfuhr war da auch diese Transe mit dabei. Nicht dass ich irgendwie etwas mit ihr hätte, hab ja auch noch nie mit ihr gesprochen. Aber wenn ich sie sah, wusste ich, dass es heimzu gieng. Als ich jedoch letztes Wochenend wieder einmal in Luzern war und den Nachtbus bestieg, fehlte sie. Ich dachte zuerst, ich sei im falschen Bus. Nur betrunkene, pöbelnde 18jährige hier. Aber nein alles war in Ordnung. Sie hatte mich verlassen. Vielleicht zeigte ich ihr zuwenig Zuwendung, vielleicht hätte sie sich mal über ein Lächeln gefreut. Aber sie ist weg, ich werde sie vermutlich nie wieder sehen... :(
Eben viel passierte nicht. Inzwischen bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich versuchen möchte zu doktorieren. Versuchen deshalb, weil ich hab meinen Professor, nur er hat kein Budget für mich. Deshalb versucht er, mich für ein TH-Doktorat anzumelden. Wäre schön wenns klappt, nur bis ich weiss, obs tut, muss ich bis nächsten Mai warten.
Ach ja, und da war noch so ein beunruhigender Traum (nicht dass beunruhigende Träume bei mir etwas beunruhigendes wären, ist doch der Normalfall): Wild West, Lynchjustiz, vermeintlicher Bösewicht, ich Teil des Mobs, hang 'em higher, und dann bin ich es, der am Strick baumelt.
Aber wie gesagt; still same life, still same screwing up.